„Nein zur Todessteuer!“

»Nein zur Todessteuer!« ist noch der harmloseste Take der hassverliebten Traditionalisten in den Reihen der gar nicht so Jungen Liberalen. Aber man muss schon genau hinhören, um die braunche Rhetorik rauszuhören. Maurice Höfgen hat das dankenswerterweise.

Dank des von der FDP eingeleiteten, fulminanten Endes der der FDP im Zuge des von der FDP forcierten Endes der Ampel muss man sich 2026 keine Gedanken mehr über die in allen Umfragen aller Umfrageinstitute zu den Wahlen im Bund und in den Ländern unter Sonstige subsummierte neoliberale Klientel- und Kleinstpartei machen – könnte man meinen. Aus dem braunen Brackwasser eines verzweifelten Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2025, währenddessen sich Christian Lindner zweckoptimistisch den Bauernprotesten andiente und deren Sturm auf den Reichstag befeuerte, hat sich der Nachwuchs der Neoliberalen nicht freigeschwommen, sondern fühlt sich sichtlich wohl. Wie sollte es auch anders sein. Jürgen Möllemann war nur das Fanal einer insgesamt gen Rechts driftenden, ausgerechnet auf 18% zusteuernden Politikprojekts. Der Abwärtsspirale ging eine ehedem wirklich freiheitliche, früher wirklich liberale Partei hervor, die sich gegen Rechtsextremisten aus der durch und durch neonazistischen verseuchten Nachkriegs-FDP behauptet hatte. Als die FDP in die Ampel eintrat hatte sie bereits eine Radikalisierung hinter sich. In der zweiten Reihe und den Ländern blühten Stilblüten, die kundigen Antifaschist:innen Gänsehaut bereitete. Und als die Querdenken-Szene den ersten Sturm auf das Reichstagsgebäude durchführten waren deren Chiffren längst auf offiziellen Medien der Partei anzutreffen. Nun könnte man sagen, dass der D-Day all die alten Kader hinwegbefördert hat. Hat er aber nicht. Es wird alles noch viel schlimmer. Dem Drive des neuen Nachwuchs der FDP nach zu urteilen, dürfte es nur noch noch wenige Wochen dauern, bis Martin Sellner auf deren Parteiveranstaltungen auftritt.

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